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inklusive Schule

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Inklusion: eine Priorität am LFV

Das Lycée français de Vienne ist eine inklusive Schule.

Es heißt Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen wohlwollend willkommen und setzt alles daran, sie bestmöglich in ihrem schulischen Werdegang zu begleiten.

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen (EBB)

Im Allgemeinen gelten als Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen all jene, die eine spezifische Aufmerksamkeit seitens der Lehrkräfte benötigen.
In Frankreich hat die Direction Générale de l’Enseignement Scolaire eine Klassifikation der Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen festgelegt. Dazu zählen: Kinder mit körperlichen, sensorischen oder geistigen Beeinträchtigungen, Kinder mit schweren und dauerhaften schulischen Schwierigkeiten, Kinder in schwierigen familiären oder sozialen Situationen, hochbegabte Kinder, nicht französischsprachige Kinder sowie Kinder mit chronischen oder schweren Erkrankungen.

Katia Boulard ist seit 2019 Referentin für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen (EBB) an der Grundschule und seit 2021 für die gesamte Schule.
Sie ist Grundschullehrerin, Inhaberin des Universitätsdiploms „Inklusive Schule in den Französischen Auslandsschulen“ des Institut National Supérieur de l’École Inclusive sowie Psychotherapeutin.

Katia Boulard, Ansprechpartnerin für Schüler:innen mit besonderen Bedürfnissen

Auftrag

Die Referentin für besondere Bildungsbedürfnisse hat die Aufgabe sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihren individuellen Schwierigkeiten – unter bestmöglichen Bedingungen beschult werden.
Sie nimmt an den Sitzungen des pädagogischen Teams teil, berät Familien sowie Lehrerinnen und Lehrer, schlägt individuelle Förder- und Unterstützungsmaßnahmen vor und gewährleistet die Kontinuität der bestehenden Maßnahmen über die Schuljahre hinweg.
Sie arbeitet eng mit medizinischen und therapeutischen Fachkräften zusammen. Darüber hinaus organisiert und leitet sie Fortbildungen sowie Veranstaltungen zur Förderung der Inklusion für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern.
Zudem ist sie für die Einstellung und Ausbildung der AESH (Begleitpersonen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen) verantwortlich.

Ressourcen

Konsultieren

Kontakt :
Sie können die Referentin für besondere Bildungsbedürfnisse per E-Mail unter folgender Adresse kontaktieren:
xngvn.obhyneq@ylprrsenapnvf.ng

Pädagogische Fördermaßnahmen

Das Lycée français de Vienne bietet alle vom französischen Bildungsministerium empfohlenen Fördermaßnahmen an. Dabei handelt es sich um Anpassungsmaßnahmen innerhalb der Schullaufbahn von Schülerinnen und Schülern, deren spezifische Bedürfnisse identifiziert und/oder diagnostiziert wurden.

PPS: Projet Personnalisé de Scolarisation (Individueller Schulbesuchsplan)

Der Individuelle Schulbesuchsplan richtet sich an Kinder mit Behinderung.

Wie geht man vor?
Die Familie wendet sich an eine Ärztin oder einen Arzt, der die Behinderung des Kindes feststellt. Auf Wunsch kann sie sich an die EBEP-Koordinatorin wenden. Sobald die Diagnose gestellt ist, trifft sich das pädagogische Team und erstellt den PPS. Dieses Dokument beschreibt die empfohlenen schulischen Anpassungen, um dem Kind bestmögliche Erfolgschancen im Unterricht zu ermöglichen.

Beispiel: Begleitung der Schülerin bzw. des Schülers durch eine*n AESH (Schulbegleitung für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung).

PAP: Plan d’Accompagnement Personnalisé (Individueller Förderplan)

Der Individuelle Förderplan richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit anhaltenden schulischen Schwierigkeiten aufgrund einer Lernstörung. Zum Beispiel: Dyslexie, Dyskalkulie, Dysorthographie, Sprachentwicklungsstörungen, Entwicklungsstörungen der Koordination oder Aufmerksamkeitsdefizite mit oder ohne Hyperaktivität.

Wie geht man vor?
Der PAP kann von der Familie oder von einer Lehrkraft vorgeschlagen werden. Eine Ärztin, ein Arzt oder eine klinische Psychologin bzw. ein klinischer Psychologe stellt die Störung fest und gibt Empfehlungen zur Umsetzung dieses Förderplans. Anschließend trifft sich das pädagogische Team und legt die für das Kind geeigneten Maßnahmen fest.

PPRE: Programme Personnalisé de Réussite Éducative (Individuelles Förderprogramm zum schulischen Erfolg)

Das Individuelle Förderprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die bestimmte Kompetenzen und Kenntnisse noch nicht ausreichend beherrschen. Es wird auch für hochbegabte Schülerinnen und Schüler empfohlen.

Wie geht man vor?
Das PPRE wird von der Lehrkraft vorgeschlagen, die die Familie darüber informiert. Das pädagogische Team trifft sich regelmäßig, um die Wirksamkeit des PPRE zu überprüfen. Wenn die Schwierigkeiten bestehen bleiben, kann es sinnvoll sein, die Eltern an medizinisches Fachpersonal zu verweisen und das PPRE durch einen PAP zu ersetzen.

PAI: Projet d’Accueil Individualisé (Individueller Gesundheitsplan)

Der Individuelle Gesundheitsplan richtet sich an Kinder mit chronischen Erkrankungen, zum Beispiel Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Diabetes.

Dieses Protokoll erleichtert die Aufnahme und Betreuung des erkrankten Kindes in der Schule, zum Beispiel durch Anpassungen im Schulalltag für regelmäßige Blutzuckerkontrollen oder durch schulische Begleitung bei Krankenhausaufenthalten.

Wie geht man vor?
Die Familie informiert das Lehrteam über die Erkrankung des Kindes. Das pädagogische Team erstellt anschließend den PAI, in Anwesenheit der Schulkrankenschwester bzw. des Schulkrankenpflegers und in Abstimmung mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt.

Gut zu wissen: Die Einnahme von Medikamenten in der Schule ist ausschließlich im Rahmen eines PAI erlaubt.

Inklusive Protokolle

Fragen & Antworten

Mein Kind hat Schwierigkeiten – was kann ich tun?

Wenn mein Kind Schwierigkeiten hat, sollte ich so früh wie möglich Kontakt mit der Lehrkraft aufnehmen. Sie ist meine wichtigste Ansprechpartnerin bzw. mein wichtigster Ansprechpartner.
Ich kann mich auch an die EBEP-Referentin wenden, um Informationen zu möglichen Fördermaßnahmen zu erhalten oder um Auskünfte über Verfahren und Fachpersonen in Wien zu bekommen, die mein Kind unterstützen können.

Was ist das pädagogische Team (Équipe éducative)?

Das pädagogische Team besteht aus den Lehrkräften des Kindes und seinen Eltern. Je nach Situation können auch ein Mitglied der Schulleitung, die EBEP-Referentin, die Schulkrankenschwester bzw. der Schulkrankenpfleger, die Erziehungsberatung (CPE) oder medizinisches Fachpersonal teilnehmen.

Was kann sich konkret für mein Kind ändern?

Je nach eingerichtetem Protokoll (PPRE, PAP, PPS oder PAI) kann das Team zum Beispiel die Schulzeit für medizinische Behandlungen anpassen, die Prüfungsbedingungen verändern oder den Lehrplan anpassen.
Das pädagogische Team ist offen für alle Maßnahmen, die dem Kind helfen, erfolgreich zu lernen.

Was ist ein*e AESH = Begleitperson für Schüler mit Behinderung?

Aufgaben

Eine Begleitperson für Schüler:innen mit Behinderung (AESH – Accompagnant.e d’Élève en Situation de Handicap) unterstützt die schulische Integration von Schüler:innen mit Behinderung.
Ihre Aufgabe ist es, die Selbstständigkeit der Schülerin bzw. des Schülers in Lern-, Kommunikations- und sozialen Situationen zu fördern.
Die AESH arbeitet unter der pädagogischen Verantwortung der Lehrkraft und unter der Autorität der Schulleitung.
Sie nimmt an den Treffen des schulischen Begleitteams teil und beteiligt sich an den vierteljährlichen Austauschsitzungen mit Kolleginnen und Kollegen.

Rekrutierung

Wenn das pädagogische Team im Rahmen des PPS die Unterstützung durch eine AESH beschließt, sucht die EBEP-Referentin eine geeignete Person, die anschließend mit der Familie in Kontakt gebracht wird.

Arbeitszeit

Die Anzahl der Einsatzstunden der AESH wird im PPS festgelegt. Dieser wird vom pädagogischen Team erstellt und regelmäßig überprüft, um seine Wirksamkeit sicherzustellen.

Wichtig
Eine Unterstützung durch eine AESH ist nur im Rahmen eines PPS (Individueller Schulbesuchsplan) und auf Grundlage einer Diagnose durch medizinisches Fachpersonal möglich.

Kosten

Die AESH wird von der Familie angestellt und bezahlt. Der Einsatz wird durch eine Vereinbarung zwischen Familie, AESH und Schulleitung geregelt. Der Mindesttarif beträgt 20 € pro Stunde.
Französische Familien, deren Kind bei einer Maison Départementale des Personnes Handicapées (MDPH) gemeldet ist, können beim Konsulat einen Antrag auf Kostenübernahme stellen.

Was passiert beim Klassenwechsel?

Die EBEP-Referentin gewährleistet die Kontinuität der Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bildungsbedürfnissen.
Sie stellt sicher, dass das neue Lehrteam über die Schwierigkeiten des Kindes informiert ist und dass die empfohlenen Maßnahmen umgesetzt, regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Ich kann jederzeit die Lehrkraft meines Kindes oder die EBEP-Referentin kontaktieren, um sicherzustellen, dass mein Kind bestmöglich begleitet wird.

Wie kann ich sicherstellen, dass die Fördermaßnahmen weiterhin geeignet sind?

Alle Maßnahmen werden mehrmals im Schuljahr überprüft, um ihre Wirksamkeit zu bewerten und sie bei Bedarf anzupassen. Diese Bewertung erfolgt im Rahmen einer Sitzung des pädagogischen Teams.

Wie finde ich eine französischsprachige Fachperson in Wien?

Eine Liste französischsprachiger Ärztinnen und Ärzte in Wien ist auf der Website der Französischen Botschaft verfügbar.
Eine Liste französischsprachiger Fachpersonen, die Lernstörungen diagnostizieren oder Schülerinnen und Schüler begleiten können (klinische Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten), ist auf der Website des LFV verfügbar.

Ministère de l’Éducation Nationale Ambassade de France en Autriche Chambre de Commerce Franco Autrichienne Institut Français d’Autriche Bildungsdirektion Wien AEFE Afnor
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