Begleitung und Zuhören für Schüler:innen
Krankenstation
Der Krankenpflegedienst ist ein zentraler Bestandteil der Schule. Er ist zugleich ein Ort der medizinischen Versorgung, des Zuhörens, der Prävention und der Begleitung der Schüler:innen während ihrer gesamten Schulzeit.
Eine staatlich geprüfte Krankenschwester und ein staatlich geprüfter Krankenpfleger empfangen die Schüler:innen von Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:30 Uhr in einem sicheren, vertraulichen und wertschätzenden Rahmen. Ihre tägliche Präsenz gewährleistet eine schnelle und angemessene Versorgung bei gesundheitlichen Problemen – unabhängig davon, ob diese vorübergehend sind oder längerfristig bestehen.
Die Pflegekräfte leisten die notwendigen Erste-Hilfe- und Pflegemaßnahmen bei Krankheit, Unwohlsein oder Unfällen innerhalb der Schule. Zudem betreuen sie Schülerinnen und Schüler mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen, insbesondere im Rahmen individueller Gesundheitspläne (PAI) bei chronischen Erkrankungen oder besonderen medizinischen Situationen. Sie arbeiten eng mit den Familien, dem pädagogischen Team und – falls erforderlich – externen medizinischen Partnern zusammen, um eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen.
Über die medizinische Versorgung hinaus spielt der Krankenpflegedienst eine grundlegende Rolle für das Wohlbefinden und das Gleichgewicht der Schülerinnen und Schüler. Er stellt einen geschützten Raum dar, in dem die Schülerinnen und Schüler eine Vertrauensperson finden können, um über persönliche Belastungen, Sorgen, Gesprächsbedarf oder Unterstützungswünsche zu sprechen – stets unter Wahrung der Vertraulichkeit und des Respekts gegenüber jeder einzelnen Person.
Die Pflegekräfte organisieren, koordinieren und beteiligen sich außerdem an Maßnahmen der Gesundheitsförderung und der Förderung der psychischen Gesundheit. Ziel ist es, bei den Schülerinnen und Schülern verantwortungsbewusstes Verhalten, ein besseres Selbstverständnis sowie ein stärkeres Bewusstsein für ihre körperliche und psychische Gesundheit zu entwickeln. In diesem Zusammenhang engagieren sie sich aktiv in Präventionsmaßnahmen, insbesondere im Bereich der Bekämpfung von Mobbing, Diskriminierung und jeglicher Form von Gewalt, in enger Zusammenarbeit mit den pädagogischen und erzieherischen Teams.
Durch ihre Fachkompetenz, ihre Verfügbarkeit und ihr offenes Ohr tragen die Pflegekräfte des Lycée Français de Vienne wesentlich zum Bildungsauftrag der Schule bei, indem sie Gesundheit, Wohlbefinden und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellen.
Kontakt
E-Mail: grpinifirmerie@lyceefrancais.at
Telefon: +43 (0)1 317 33 41 234
Bekämpfung von Mobbing und Diskriminierung
Ein Schulklima, in dem sich die gesamte Gemeinschaft wohlfühlt, ist ein zentraler Bestandteil des Schulprojekts des Lycée Français de Vienne.
Daher engagiert sich das LFV im Programm pHARe, einem Programm des französischen Bildungsministeriums und der AEFE zur Prävention und Sensibilisierung für alle Situationen, die zu schulischem Mobbing führen können.
Ein Team „Écoute et Respect“ (Zuhören und Respekt) ist ausgebildet und täglich für Ihre Kinder da. Bei Schwierigkeiten können Sie das Team über folgende E-Mail-Adresse kontaktieren:
cuner@ylprrsenapnvf.ng
Was ist Mobbing?
Mobbing ist eine oft wenig sichtbare Form von Gewalt. Es kann sich in wiederholten körperlichen Übergriffen äußern, die häufig von verbalen und psychischen Angriffen (Beleidigungen, Spott usw.) begleitet werden, mit dem Ziel, die betroffene Person zu verletzen und zu schädigen.
Mit der Entwicklung neuer Technologien und sozialer Netzwerke geht Mobbing über den schulischen Rahmen hinaus und betrifft Jugendliche auch durch Cybermobbing.
Die Opfer stehen dieser diffusen Bedrohung oft alleine gegenüber.
Von Mobbing spricht man, wenn:
• ein Macht- und Dominanzverhältnis zwischen einem oder mehreren Schülern und einem oder mehreren Opfern entsteht;
• eine Wiederholung vorliegt: verschiedene Formen von Angriffen treten regelmäßig über einen längeren Zeitraum auf;
• eine bewusste Absicht besteht, dem Opfer zu schaden, verbunden mit mangelnder Empathie seitens der Täter.
Folgen
Die Folgen von Mobbing im schulischen Umfeld können schwerwiegend und vielfältig sein:
• Schulabbruch oder Schulverweigerung (Studien zeigen, dass Angst vor Übergriffen etwa 25 % der Fehlzeiten von Mittel- und Oberstufenschülern erklärt),
• soziale Isolation, Angstzustände, Depressionen,
• psychosomatische Beschwerden (Kopf- oder Bauchschmerzen, Krankheiten),
• selbstschädigendes Verhalten bis hin zu Suizidgedanken oder -handlungen.
Neben den kurzfristigen Auswirkungen kann Mobbing erhebliche Folgen für die psychische und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben: Schamgefühle, Verlust des Selbstwertgefühls, Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen sowie Vermeidungsverhalten. Werden diese Auswirkungen nicht berücksichtigt, können sie bis ins Erwachsenenalter anhalten.
Weitere Informationen:
https://www.education.gouv.fr/non-au-harcelement/qu-est-ce-que-le-harcelement-325361
Die Beratungsstelle („Point Écoute“)
Persönliche Schwierigkeiten, Fragen, Momente des Zweifelns, schulische Spannungen oder einfach das Bedürfnis zu sprechen und gehört zu werden …
Die Beratungsstelle ist ein Raum für das Wohlbefinden der Schüler:innen. Sie steht allen offen – von der Klasse CM2 bis zur Lycée.
Ihre Aufgabe ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler, der dies benötigt, einen vertraulichen, neutralen und wohlwollenden Gesprächsraum zu bieten, in dem offen und ohne Bewertung gesprochen werden kann. Die Schüler:innen finden dort ein aufmerksames Gegenüber, menschliche Unterstützung und eine Begleitung, die ihren persönlichen Rhythmus und ihre Erfahrungen respektiert.
Ob es darum geht, ein Unwohlsein auszudrücken, eine schwierige Phase zu bewältigen, Gefühle in Worte zu fassen oder einfach nicht allein mit einer Situation zu bleiben – die Beratungsstelle ermöglicht es jedem, sich aufgenommen, verstanden und unterstützt zu fühlen.
Die Schüler:innen können – auf Französisch oder Deutsch – Gespräche führen mit:
• einer Psychotherapeutin / einem Psychotherapeuten
(Der Sprechstundenplan hängt an der Tür am Eingang der Krankenstation aus.)
Für eine Terminvereinbarung genügt es, ein Kreuz beim gewünschten Termin einzutragen und am angegebenen Tag zu erscheinen.
• einer Schulberaterin, die eine individuelle Begleitung und persönliche Gespräche anbietet.
Für eine Terminvereinbarung werden die Schülerinnen und Schüler gebeten, direkt Kontakt aufzunehmen mit:
Frau Chakkal
📞 +43 699 818 818 57
✉️ wrnaarggr.punxxny@ylprrsenapnvf.ng
Ergänzend stehen auch die Pflegekräfte des Lycée den Schülern:innen zur Verfügung. Sie hören zu, beraten, beantworten Fragen oder unterstützen bei weiteren Schritten.
Die Beratungsstelle ist ein wesentlicher Bestandteil des Engagements des Lycée Français de Vienne für das Wohl seiner Schüler:innen, für ihre psychische Gesundheit und ihr persönliches Gleichgewicht. Sie bietet einen sicheren Rahmen, in dem die Stimme jedes Einzelnen Platz hat.