Wenn man 50 Jahre nach dem Bac, im Jahr 1976, an seine alte Schule zurückkehrt!
Es gibt Besuche, die fühlen sich an wie eine Zeitreise. Dieser hier war einer davon.
An diesem Freitag, dem 8. Mai, hatten wir das Glück, 33 ehemalige Schüler:innen des Jahrgangs 1976 zu begrüßen, die nach 50 Jahren – seit ihrer Baccalauréat und auch Matura – gemeinsam zurückkehrten, um den Ort wiederzusehen, an dem viele von ihnen… 12 Jahre ihres Lebens verbracht haben.
Und was für Wege sie seitdem gegangen sind! Unter ihnen: Lehrer:innen, Universitätsprofessor:innen, Beamt:innen, Anwält:innen, Ärzt:innen, Journalist:innen, Unternehmensleiter:innen, Psycholog:innen, Schriftsteller:innen… Eine beeindruckende Vielfalt an Berufen, aber ein gemeinsamer Nenner ist geblieben: die tiefe Verbundenheit mit dem LFV.
Der Besuch war gespickt mit unzähligen:
„Ooooh!“
„Aber das gab’s doch damals nicht!“
„Erinnerst du dich noch?“
Sie entdeckten oder wiederentdeckten:
- das Molière-Studio… das früher ein Kino war,
- Gebäude F… das es zu ihrer Zeit noch nicht gab,
- die Krankenstation… die früher in Gebäude C war,
- fragten, wo der Schüleraufenthaltsraum sei… in dem man rauchen durfte (!) – der gibt es längst nicht mehr,
- suchten nach den achteckigen Tischen der Schulkantine, die durch rechteckige ersetzt wurden,
- wollten wissen, ob man immer noch bedient werde… was nicht mehr der Fall ist, denn die Kantine funktioniert heute als Cafeteria,
- und staunten, wie riesig die Schulbibliothek (CDI) geworden ist.
Ein besonders köstlicher Moment: die Begegnung mit 6ème Student:innen in der CDI. Die Jugendlichen, geboren im Jahr… 2014, rissen die Augen auf, als sie erfuhren, dass die Menschen vor ihnen ihr Abitur im Jahr… 1976 gemacht hatten. „Aber… das war doch im letzten Jahrhundert!“ Ja, genau. Wörtlich.
Und dann gab es diesen wunderschönen Moment um 15:30 Uhr vor dem Schulgebäude. Als wir sahen, wie diese Gruppe ehemaliger Schüler:innen zurückkehrte, erklärten wir unseren Oberstufler:innen in der Pause, dass es sich um den Jahrgang 1976 handelte.
Spontan brachen sie in warmen Applaus aus. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.
Als wäre es eine stille Hommage an diese besondere Verbindung, die alle verbindet, die hier aufgewachsen sind.
Denn am Ende erinnert uns dieser Besuch daran: Man verlässt seine Schule nie ganz.
Man nimmt die Flure, die Gesichter, die Erinnerungen, die Freundschaften… und ein Stück seiner Jugend mit.
Also: Verabredung getroffen!
Der aktuelle Terminale kann 2076 zurückkommen und sehen, was aus „ihrem“ LFV geworden ist…
Dann wird die Schule ihren 130. Geburtstag feiern.